Der Dom von Siena.

Der Dom von Siena gilt heute als bedeutendstes Beispiel gotischer Architektur in Italien. Das in weißem und grünem Marmor verkleidete Bauwerk ist die Hauptkirche des Erzbistums Siena.

Der Dom hat eine belebte Geschichte hinter sich, die eng an die Geschichte der Stadt Siena geknüpft ist. Die Besonderheit der freistehenden Mauer des Duomo nuovo führt auf einen im Jahre 1339 geplanten Umbau des Gebäudes zurück. Dabei sollte eine deutliche Erweiterung und Vergrößerung des Kirchenschiffes durchgeführt werden, was allerdings 1349 in den Jahren der Pest und 1357 wegen statischer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten endgültig abgebrochen wurde.

Die Baumaßnahmen waren in einer wirtschaftlichen Blütezeit der Stadt begonnen worden; auch um mit dem Dombau in Florenz konkurrieren zu können, da die Rivalität dieser beiden Städte die Geschichte der Toskana schon immer geprägt hat.